BUS:HALT KÄRNTEN

BUS:HALT KÄRNTEN

Wettbewerbfür eine modulare Bushaltestelle in Kärnten, die sich lokalen Standorten anpasst.

>Auslober: Haus der Architektur Kärnten
2017

ALTE BAUTRADITION
In Kärnten haben Ziegelfenster eine alte Tradition. Statt teurem Glas wurden in der Alpen-Adria-Region bei einfachen Stadel kunstvolle Öffnungen im Ziegelmauerwerk gelassen. Regional unterschiedlich entstanden Ornamente und Formen. Mancher Stadel wurde bereits aberissen. Ein Verein kümmerte sich darum, die Fenster zumindest in Fotos zu erhalten und zu dokumentieren.

LOKALE TRANSFORMATION
Die Ornamente der Ziegelfenster bilden die durchlässigen Wandmodule des neuen BUS:HALTs. Die Technik des CNC-Fräsens macht es möglich, dass jedes Muster hergestellt werden kann. In den Ortschaften werden Muster bei bestehenden Gebäuden oder historischen Fotografien gesammelt und für den BUS:HALT transfomiert. So entstehen an die lokale Bautradition angepasste Haltestellen. Das Kulturgut der Ziegelfenster bleibt in transformierter Form erhalten.

MODUL – BAUWEISE
Die einfachen Grund-Module (Ornament, Information, Dach, Bank) werden individuell an den jeweiligen Ort angepasst, vom Mini-BUSHALT bis zum ausgeweiteten Mobilitätsknoten. Die Module werden komplettiert mit diversen Ausstattungselemente – Radbügel, Automat (Milch, Waren, Geld), Fahrradboxen. Alle Elemente
nehmen Platz unter dem auskragenden Dach.

NACHHALTIGES MATERIAL
Als nach nachhaltiger regionaler Baustoff wird massives Holz (KLH – Kreuzlagenholz) eingesetzt. Andere Bauteile, wie Dacheindeckung, Einfassungen des Busplanes oder des Infoterminals werden aus Messing hergestellt. Beide Materialien dürfen altern und erhalten mit der Zeit eine natürliche, schützende Patina. Die Bearbeitbarkeit durch lokale Handwerker sichert eine Wertschöpfung in in den Regionen.

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